Zu Weihnachten haben Max und ich Karten für die Weihnachtsshow „Schöne Firetage“ im Zirkus FlicFlac bekommen, also ging es letzten Sonntag los zur letzten Vorstellung nach Dortmund. Ich kann mich nicht entsinnen wann ich das letzte Mal in einem Zirkus war. Irgendwann wollte ich allerdings auch nicht mehr, weil fast überall im Zirkus irgendwelche armen Tiere wohnen müssen. Nicht so bei FlicFlac. Wir wussten nicht wirklich was uns erwartet – gut ich hab es vor Neugier nicht ganz ausgehalten und vorher mal auf die Website gelinst. Ich musste schließlich auch rausfinden ob es sich lohnt meine Kamera mitzunehmen oder nicht. Oft ist dann ja doch fotografieren verboten. FlicFlac hat für Filmen oder fotografieren nur zwei Bedingungen: das Ganze muss ohne Blitz passieren und die Ergebnisse später bei Facebook oder youtube hochgeladen werden. Sehr sympatisch!

 

 

Schon beim Betreten des Vorzeltes fingen meine Augen an zu leuchten. Popcornduft und ein Himmel aus Lichtern. Sehr schön gemacht. <3 Hier konnte man dann auch allerlei Essen und Trinken bekommen von Kaffee bis Cocktail und von gebrannten Mandeln bis Bratwurst blieb kein Wunsch unerfüllt. Über die Preise wollen wir jetzt mal nicht sprechen. 😉

 

 

 

Als es endlich ins „richtige“ Zelt ging, war der Andrang groß. Viel zu viele Menschen für meinen Geschmack, aber damit muss man rechnen 😉 Nach kurzer Verwirrung bei der Suche nach dem richtigen Block, der richtigen Reihe und dem richtigen Platz, konnten wir uns mit als einige der Ersten setzen und das Zelt bestaunen. Wir durften in der zweiten Reihe Platz nehmen. Vor uns war noch eine Stuhlreihe und dann gleich die Bühne. Also richtig nah am Geschehen. Aber so richtig schlechte Plätze gab es glaube ich im ganzen Zelt nicht. Wie schon auf der Website stand: Kein Zuschauer sitzt weiter als 12m von der Bühne entfernt. Mit etwas mulmigem Gefühl im Bauch

registrierten wir die Trapeze direkt über unseren Köpfen. Naja, die werden schon wissen, was sie tun. *hoff*Die Show begann mit Feuer, Kapuzenmännern und einer Frau mit Flügeln, die nicht nur sehr hübsch anzusehen war sondern auch

singen konnte. Sie kündigten den Feuerschlucker Anatoli Zhukov an.

 

 

 

 

 

Ich war zuerst überzeugt, dass es sich um einen Trick handeln musste, als er eine Flüssigkeit trank und trank und trank.Später las ich im Programmheft, der Russe ist in der Lage bis zu 20 Liter Wasser in seinem Körper zu speichern und – was noch viel erstaunlicher ist – auch wieder auszuspucken. Ich habe keinen Schimmer wie er das macht!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann kam Adèle Fame, eine elfenhafte Luftakrobatin, die über unseren Köpfen zeigte was sie kann. Sie wirbelte hin und her und zeigte einen freihändigen Spagat da oben in dieser großen Höhe. Hier war es für mich gar nicht so einfach Fotos zu schießen, denn die Lichtverhältnisse und die Tatsache, dass sie selten mal nicht in Bewegung war lies alle Bilder verwackeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Man kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus, denn als nächstes zeigte der „Mensch ohne Knochen“ Araz wie sehr man sich verbiegen kann. Mir stellte sich die Frage ob der gute Mann wohl jemals Rückenschmerzen hat. Mir tat jedenfalls beim Zusehen schon alles weh. Und auch wenn seine herausstehenden Schulterblätter und ausgekugelten Schultern ein wenig eklig aussahen, ist er ein sehr sympatischer Typ, der sich sichtlich über das staunende Publikum freute.

 

Der Gruppe Atlantis sah man dagegen hauptsächlich ihre große Konzentration an. Sie vollbrachten allerdings auch echte Meisterleistungen. Und wieder fragte ich mich mehr als einmal ob das nicht schrecklich weh tut, wenn jemand auf deinem Nacken steht auf dem wiederum jemand Handstand macht…mit einer Hand. Freaks 😉

 

 

 

Immer wieder zwischendurch kamen Bert und Fred. Das Duo von dem ich zuerst dachte sie spielen nur Domina und Idiot der alles mitmacht, die dann aber nachher auf dem Trapez noch zeigten was sie noch alles können außer nur sehr lustig zu sein. Kopfstand auf einem schmalen Trapez hoch oben in der Luft. Und solche Kleinigkeiten.

 

 

 

Die Trampolinspringer von „Wall Street“ stehen aus irgendeinem Grund nicht im Programmheft der „Firetage“ waren aber trotzdem da und sehr schön anzusehen. Ich selbst liebe Trampolinspringen und fand die herumfliegenden Herrschaften in den Sträflingsanzügen ganz wunderbar. Nur schwer zu fotografieren, wegen all dem Rumgefliege 😉

 

Ein weiterer Sympat war der Jongleur Gamal. Obwohl er teilweise mit 8 Bällen (nein, ich konnte das nicht mehr zählen, steht aber  im Programm :D) jonglierte konnte er nebenbei immer noch Faxen machen. – Wahnsinn!! Außerdem hat er coole Stiefel 😀

 

 

 

 

 

 

 

Die Alexis Brothers hatte ich schon zuvor auf der Website bestaunt. Atemberaubend mit was für einer Leichtigkeit sie Handstände und ähnliches absolvierten. Das beeindruckende daran war, das das niemals mit Schwung passierte, sondern immer mit purer Muskelkraft. Die wurden doch als Kinder beide in den Zaubertrank geschmissen.

 

Und dann war da noch…

 

…das „Duo Funkoholics“, die eine andere Art von Pole Dance zeigten und auch mit wahnsinniger Muskelkraft begeisterten

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…der Komiker Otto Wessely, ein recht alberner Zauberer, der meinen Humor leider gar nicht traf, aber offenbar den vieler anderer. Geschmäcker sind halt verschieden.

 

…die Flying Heros, die über unseren Köpfen am Trapez herum sprangen. Es gab uns zu denken, dass die Reihen hinter uns vor ihrer Show aus Sicherheitsgründen ihre Plätze verlassen mussten. Und obwohl das Netz mehrmals genutzt wurde, ist uns niemand auf den Kopf gefallen.

Super Silva der „Spiderman“ dessen Show nichts für Menschen mit Höhenangst ist. Kopfüber spazierte er herum, wie das eben eine richtige Spinne so macht.

Reecode ein Sänger, der offenbar zu dem Engel vom Anfang gehört eine wirklich wirklich  tolle Stimme hat, allerdings auch sonst wirkte wie ein echter Rockstar. (Keine weitere Erläuterung ;))

 

 

…der „Master of Hellfire“ Hubertus Wawra, der „Depp für die Umbaupause“ der ein wenig moderierte und danach die Funken sprühen lies. Den fand ich am besten. Ich mag Feuer und Funken und sowas. 😀

 

Zum Abschluss flogen dann noch ein paar Crossmaschinen durch die Manege, die ich leider auch nicht sinnvoll fotografisch festhalten konnte. Das ging einfach viiiiel zu schnell. Aber wirklich beeindruckend die Jungs von „Air Fours One & Two“. Sieht man ja auch nicht alle Tage wenn ein paar Meter von einem entfernt Motorräder zwischen den Zuschauerblöcken herausspringen und Saltos machen.

 

Alles in Allem hatten wir einen wundervollen Nachmittag im Zirkus FlicFlac und es war sicherlich nicht das letzte Mal, das wir so etwas besucht haben. Um Längen besser als Kino! 😉