Zitat:

… denn die Treppe in den ersten Stock war ihm auf einmal ein bisschen zu viel für seine schwachen Knie vorgekommen, es sei ja noch ein langer Tag gewesen. „Man ist eben keine neunzig mehr“ meinte er

 

Kommen wir zu meinem ersten gelesenen Buch in diesem Jahr. Zur Erinnerung: einer meiner Pläne für das Jahr 2014 war ja jeden Monat ein Buch zu lesen. Also hier Nummer 1 (gut zugegebenermaßen habe ich auch schon ein paar Tage vom letzten Jahr darin gelesen).

Jetzt wo der schwedische Autor Jonas Jonasson sein zweites Buch raus gebracht hat musste ich ja endlich mal den Bestseller lesen, der mich schon seit seinem Erscheinen interessiert hatte.

Der ellenlange Titel sagt eigentlich schon fast alles. In diesem Buch geht es um einen 100 jährigen Schweden, der an seinem Geburtstag aus dem Fenster seines Zimmers im Pflegeheim verschwindet um schon bald darauf vom ganzen Land gesucht zu werden. Klar sucht man einen alten Mann, wenn er verschwindet. Solche Suchmeldungen hört man ja regelmäßig im Fernsehen oder Radio. Aber die besorgte Suche nach Allan dauert nicht besonders lange.

 

Jonasson erzählt in den Kapiteln abwechselnd die Geschichte von heute (bzw. 2005) und Allans gesamte Lebensgeschichte.. Zunächst war mir nicht ganz klar was das soll, aber am Ende gibt alles einen Sinn. Mehr oder weniger jedenfalls.Ich muss zugeben das Lesen der ersten 150 Seiten fiel mir tatsächlich nicht ganz leicht. Vielleicht, weil ich lange kein Buch gelesen habe, das will ich nicht ausschließen. Der alte Mann hat jedenfalls in seinem langen Leben viel erlebt, eine Menge bedeutende politische Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts kennengelernt und macht sich daraus überhaupt nichts. Er hält eben nicht viel von Politik und Religion. Sehr sympatisch 😉 Er ist einfach ein sehr gelassener und genügsamer Typ, der immer wenn es brenzlig wird offenbar einen guten Schutzengel hat, aber das ist wohl immer Voraussetzung wenn man 100 Jahre alt werden will. Gegen Ende konnte ich dann doch noch jede Menge Begeisterung für das Buch finden. Allan ist einfach wunderbar kauzig und mir außerordentlich sympatisch. Schönes Buch!