Ist das eigentlich ein Jugendbuch oder eins für Erwachsene? Diese Frage stellte ich mir die ersten paar Seiten. Dem Cover nach zu urteilen könnte es schon ein Jugendbuch sein, aber schon nach wenigen Seiten ging es ganz schön zur Sache, ob das so jungedtauglich war? Ziemlich schnell trat die Frage danach jedenfalls in den Hintergrund und ich wollte nur noch wissen „Wie geht es weiter?“

Die kleine Halbwaise  Flavia de Luce, deren größtes Hobby die Chemie ist, entdeckt eines Tages einen Toten im Gurkenbeet des heimischen Anwesens, mit dem ihr Vater sich noch tags zuvor gestritten hatte. Schnell gerät dieser in Verdacht etwas damit zu tun zu haben. Flavia schließt nicht gleich aus, dass es so gewesen sein könnte, was schon viel über die Familienverhältnisse der „de Luces“ aussagt.

   Ich hätte Vater gern umarmt, aber ich brachte es nicht über mich. Schon länger war mir aufgefallen, dass uns de Luces irgendetwas davon abhielt, einander unsere Zuneigung offen zu zeigen, zu sagen: „Ich hab dich lieb“. Es lag uns einfach so im Blut

Flavia ist ein altkluges kleines Ding, ganz anders als ihre großen Schwestern. Sie versucht auf eigene Faust herauszufinden was mit dem Toten im Gurkenbeet geschehen ist und bringt sich dabei in große Gefahr.

 

Der Schreibstil des Buches ist sehr schön.Ich liebe diese bildhafte Beschreibungen. Es ist als wäre man dabei. Sämtliche Personen sind sehr plastisch beschrieben, sodass man sie fast schon vor sich sieht. Die kleine Flavia gefällt mir dabei besonders gut. Sie erinnert mich irgendwie an eine neunmalkluge Mischung aus  Daria und Emily Strange.  Ich weiß absolut nichts negatives über dieses Buch zu sagen. Super aufgebaute Geschichte, schlüssiges, zufriedenstellendes Ende. Großartiges Buch!

 

Leseempfehlung! Vielleicht nicht unbedingt für sehr junge zartbesaitete Jugendliche, aber sonst auch durchaus für jüngere Leser geeignet.

Ich geh‘ dann mal den nächsten Band lesen 😉