Seit ich klein bin will ich Schreiben. Erst wollte ich Schriftstellerin werden und ein Buch schreiben. Damals war das halt das, was Menschen die Schreiben, so schreiben. Ich hab noch ne Menge Bücher gelesen als Kind und keine Facebookbeiträge, Blogs und Texte unter verträumten Instagram Bildern.

Seit ich klein bin will ich Schreiben. Erst wollte ich Schriftstellerin werden und ein Buch schreiben. Damals war das halt das, was Menschen die Schreiben, so schreiben. Ich hab noch ne Menge Bücher gelesen als Kind und keine Facebookbeiträge, Blogs und Texte unter verträumten Instagram Bildern.

Als ich dann mit der Schule fertig war, wusste ich aber immer noch nicht worüber ICH nun ein Buch schreiben soll. So mit knapp 20 hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass mein Leben so viel Story hergibt. Und aus der Sache mit dem „Pferdebuch“ war ich auch irgendwie rausgewachsen. Ich dachte mir, dann – warum auch immer – ich als soziophobe, schüchterne junge Frau, gebe bestimmt eine gute Journalistin ab. Rückblickend betrachtet in mehr als nur einer Hinsicht eine Schnapsidee. Ausschlaggebend dafür, dass das dann doch nichts wurde, war dann aber mein zum Glück grottenschlechtes Abitur. Damit hätte ich grob geschätzt 87 Wartesemester gebraucht um Journalismus zu studieren.

Also was blieb mir anderes übrig? – Dann lern ich halt „erst mal was Anständiges“.

Meine Eltern atmeten auf und ich machte eine Ausbildung im Einzelhandel. Lebensmittel. Sichere Geschichte! Die jüngsteVergangenheit zeigt, zumindest damit lag ich richtig. Yesss! Ich bin systemrelevant. OK… wir WAREN systemrelevant….. und Helden…kurz mal. Das Geklatsche ist verklungen und der erste Schock über die „neue Situation“ ist verflogen. Die meisten Menschen wünschen sich wieder mehr Normalität und fangen direkt mal wieder damit an den Verkäufern und Verkäuferinnen wieder auf die Nerven zu gehen, statt ihnen Schokolade zu schenken. Es geht um die Normalität!! Kann ja so nicht weiter gehen.

Ich hab schon oft gesagt mit dem was ich auf der Arbeit erlebe könnte ich Bücher füllen. Und mein Traum vom Schreiben ist noch nicht beerdigt, also warum tu ich das nicht einfach?!

Nun es gibt da diese sarkastische, zynische Tuesday, die Menschen hasst schwierig findet und dann gibt es da noch die, die Ratgeber liest, nach einem tieferen Sinn hinter allem sucht, versucht jeden Tag zu meditieren um irgendwie mehr Frieden mit sich selbst und anderen zu schließen.

Was, wenn der Kunde eigentlich nur alt und verwirrt ist?
Was, wenn die Leute das gar nicht böse meinen?
Und Was, wenn WIR womöglich gar nicht das Zentrum IHRES Universums sind (unglaublich), für welches sie das veranstalten sondern einfach nur mit sich selbst nicht zurecht kommen und unser Mitleid verdienen statt unseren Hass?!

Ich bin irgendwie gefangen in einem Chaos aus Mitgefühl und Verständnis für Alles und Jeden auf der einen Seite und Sarkasmus und Zynismus auf der anderen.

Ich nehme mir so oft vor JETZT – verdammt noch mal – endlich ausgeglichen und freundlich zu sein, mein Bestes zu geben, mein Leben zu lieben und jeden Moment und Menschen als einzigartiges Geschenk zu betrachten… doch dann laufen mir wieder Idioten vor die Füße.
Ich will ja achtsam und ausgeglichen sein,…. aber dann werde ich wütend.
Von der Erleuchtung bin ich jedenfalls noch weit entfernt, soviel weiß ich.

Ich liebe zwar zynische Texte und diesen Misanthropismus irgendwie (der ist halt irgendwie da und geht nicht weg, also arrangieren wir uns). Tief in mir steckt aber eben doch auch ein kleiner Hippie, der will, dass alles toll ist und man ein sinnerfülltes Leben mit viel Freude lebt. Und schon bei der Formulierung dieses Satzes kommt es dem zynischen Ich in mir hoch. Großartig. Ich glaub ich hab mein Konzept gefunden. Ich hab gestern in ’nem Ratgebervideo für gute Texte gelernt, dass ich Gefühle auslösen muss in meinem Leser und in mir selbst. Übelkeit ist ja schon mal ein Gefühl oder nicht?! Also erster Erfolg. Geilo! Das muss doch auch anderen Menschen so gehen oder nicht?

Ich schreib einen Ratgeber für diese Menschen:
„Wie man mit Menschen arbeitet und nicht jeden hasst?“
Jaaa… genau – ich könnte genauso gut auch ein Sachbuch über Kaninchenzucht schreiben. Davon hab ich in etwa genauso viel Ahnung. Ich muss jetzt halt selbst erst mal herausfinden wie das geht. (also das mit dem Menschen nicht hassen – nicht die Kaninchenzucht) Darüber führe ich dann Tagebuch und das veröffentliche ich. Ha! Ganz einfach! Dass ich da nicht früher drauf gekommen bin. Aber da ich vermutlich niemals zu einer wirklich abschließenden Erkenntnis kommen werde wie man das macht veröffentliche ich lieber schon mal einzelne „Kapitel“ hier … sicher ist sicher. Sonst wird das ja nie was….

Also nun sagt (haha Mehrzahl… ja genau… ich unermüdliche Optimistin) doch mal, hat irgendjemand bis hierhin gelesen? Würdest du noch mehr davon lesen wollen?